Über mich

ÜBER MICH

Nina Scheurer
  • Jahrgang 1983
  • gelernte Bankkauffrau und Dipl. Betriebswirtin
  • Im Reitsport aktiv seit 1993
  • Ausbildung zur Tierphysiotherapeutin Hund/Pferd am IFT

         Oktober 20 15 – Dezember 2016

  • Ausbildung zur Tierakupunkteurin, ebenfalls beim IFT

         Februar 2017 – Oktober 2017

  • Spezialisierung zur Pferdephysiotherapeutin am DIPO in Dülmen

         April 2017 – November 2017

  • Weiterbildung Blutegeltherapie bei der Bibertaler Blutegelzucht Januar 2019
  • Fortbildung manuelle Therapie am DIPO von Jan – Nov 2019

Seit meiner Geburt bin ich quasi mit dem „Pferdevirus“ infiziert. Für mich gab es schon immer nur das Eine – DIE PFERDE.

Es hat alles ganz harmlos begonnen mit Ponyreiten und Reitstunden in Ställen, die ich heute mit viel mehr Wissen und Erfahrung nicht mehr betreten bzw. unterstützen würde.

Es gab erste Pflegepferde – und es waren tatsächlich PFLEGE-Pferde – denn außer Putzen und Spazierenlaufen war leider nichts erlaubt.

Es folgten reitbare Pflegepferde und erste passable sowie nicht passable Reitstunden. In manchen hat man doch tatsächlich was gelernt.

Der große Traum aber war immer schon das eigene Pferd auf dem man fröhlich durch Wald und Wiese galoppiert, erfolgreich an Turnieren teilnimmt und einfach Spaß hat.

So war die Vorstellung!

Der Traum schien sich 2 Tage vor Beginn meiner Ausbildung zur Bankkauffrau endlich zu erfüllen.

Durch Zufall kam ich an mein erstes Pferd – total erschwinglich für mich, es waren nur 500 Euro wenn man bedenkt, dass ich bis dato keine eigenen Einnahmen hatte!

Heute würden bei mir natürlich alle Alarmglocken angehen, wer verkauft ein Pferd für 500 Euro??

Aber es war mir egal, der Wunsch nach einem eigenen Pferd war einfach zu groß.

Somit wurde ich dann überaus stolzer Pferdebesitzer.

Mein Glück hielt nicht besonders lange an, denn meine neu erworbene Leidenschaft fand reiten gar nicht gut.

Wie es so ist hatte Jeder eine andere Idee was dem Pferdchen fehlen könnte, jedenfalls wurde aus meinem Traum recht schnell ein Alptraum.

Nach viel Zeit, Geld und Nerven war die Diagnose klar – hochgradige Arthrose in beiden Sprunggelenken!

An Reiten war und sollte die nächsten Jahre nicht zu denken sein.

Es folgte eine OP mit Rückschlägen während der Heilungsphase, nach ca. 1,5 Jahren saß ich dann zum ersten Mal wieder auf meinem Pferd.

Nur um dann festzustellen, dass mein Pferd jetzt doch sehr eingeschränkt war in den Dingen die ich gerne machen wollte, und das was ich mir ursprünglich mit einem eigenen Pferd gewünscht hatte war in weite Ferne gerückt. Zudem war ich dauerpleite aufgrund der hohen Behandlungskosten.

Mein Frust war riesengroß und so habe ich den Entschluss gefasst, meinem Pferd einen schönen Rentnerplatz zu suchen.

Gesagt getan, er hatte bis zu seinem Tod ein schönes Leben bei einer ganz lieben Familie.

Nach einer kurzen Erholungspause (psychisch als auch finanziell) bin ich wieder auf die Suche gegangen. Diesmal mit sehr viel mehr Erfahrung im Gepäck, sollte es ein junges gesundes Pferd geben.

Traumpferd Nr. 2 war nach einiger Zeit gefunden uns ist eingezogen!

Verhältnismäßig bin ich dann die ersten Jahre doch recht viel geritten, bis uns das Unheil erreichte.

Heute würde ich die Zeichen sehr viel früher erkennen, und evtl. hätte ich das Schlimmste abwenden können, aber damals konnte ich es einfach noch nicht sehen.

Es folgten mehrere verschiedenen Krankheiten, von Kissing Spines über Hufgelenksentzündungen, Headshaking, Allergien usw.

Und das obwohl ich immer auf alles penibel geachtet hatte, Haltung, Fütterung, Training, Ausrüstung, hatte alles regelmäßig kontrollieren lassen usw.

Es folgten Jahre der Pflege, Dauerbehandlung, Klinik usw. gepaart mit enormen Kosten abgesehen von den Nerven und der Zeit die ich dafür gegeben habe.

Irgendwann kam dann der Punkt da waren meine Kräfte auch finanziell am Ende, geritten bin ich sowieso schon lange nicht mehr.

Den Spaß an meinem Hobby hatte ich auch gänzlich verloren, es gab nur noch Sorgen und keine Aussicht auf Heilung oder Besserung.

Es war ein Teufelskreis und ich wusste keinen Ausweg.

Ich kann das Glück bis heute noch nicht fassen, dass sich tatsächlich auf mein Inserat eine Person gemeldet hat.

Es war für mich und das Pferd der 6 er im Lotto!

Jamal bekam einen wunderschönen Platz in einem Offenstall mit einer kleinen Herde die aus weiteren „Handicap-Pferden“ bestand.

Er wurde dort fürstlich versorgt, und seine Baustellen haben sich dort mit der Zeit so gut reguliert, dass er sogar wieder geritten werden kann.

Nach alldem habe ich erstmal eine Verschnaufpause gebraucht um mich zu erholen und neu zu sortieren.

Das habe ich zum Anlass genommen mein ganzes Leben privat als auch beruflich auf den Kopf zu stellen, und mich zu fragen was ich wirklich will, was mich im Leben glücklich und unglücklich macht.

Es war schon immer mein Wunsch auch beruflich etwas mit Pferden zu machen, ich wusste nur nie genau was.

Aber auf einmal war es ganz klar:

Ich will den Pferden helfen, ein gutes Leben zu haben, gesund und ohne Schmerzen.

Ich hätte meinem eigenen Pferd so gerne so viel mehr geholen und selber machen wollen, ich wollte nicht immer von Therapeuten und Tierärzten abhängig sein.

Ich wollte wissen wie der Pferdkörper funktioniert, was man tun kann um ihn lange gesund zu halten oder was ich tun kann um die Balance wieder herzustellen.

Ich wollte einfach, dass es meinem Pferd gut geht und ich sehe, wenn ihm etwas fehlt, denn nur so ist dieses Hobby auch ein Traum und kein Alptraum!

KURZUM:

Ich habe meinen langjährigen Job bei der Bank gekündigt, die Ausbildung zur Pferdephysiotherapeutin am bekannten DIPO im Dülmen gemacht, eine Weiterbildung für manuelle Therapie angeschlossen sowie für Akupunktur und Blutegelbehandlung.

Seit Mai 2018 bin ich mobil für die Pferde unterwegs!

Aufgrund eigener langfristiger Krankheit weiß ich, wie wichtig Gesundheit ist.

Es ist die Basis von Allem, ohne Gesundheit kann Nichts stattfinden!

Darum ist es mir so wichtig für die Pferde eine gute Basis zu schaffen, damit sie lange gesund und fit bleiben und die Besitzer als auch die Pferde viel Spaß an der gemeinsamen täglichen Arbeit haben.

DENN BEWEGUNG IST LEBEN